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Es wird Zeit

… dass es Zeit ist.

Ich war zu Hause. Bei Freunden. Und bei mir.

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Alle Kinder …

… haben die märchenhafte Kraft, sich in alles zu verwandeln, was immer sie sich wünschen. (Jean Cocteau)

Warum verlieren wir im Laufe unserer Lebensjahre diese Fähigkeit? An welchen Lebenspunkten wird und wurde man von Personen ermutigt oder sogar unterstützt, eigene, eventuell nicht genormte Wege zu beschreiten? Warum nehmen wir öfter Kritik an unserer Kreativität an statt unserer Persönlichkeit und der Motivation selbigen Ursprungs zu vertrauen?

Mit seiner fantastischen -weil witzig, interessant und leidenschaftlich- Rede „Do schools kill creativity?“ erreicht, berührt und erregt Ken Robinson nicht nur das Hirn, sondern auch das Herz. Prädikat: Ein unbedingtes MUSS!

Nimm Dir die zwanzig Minuten Zeit zum „inhalieren“. Und danach eine unbestimmte Zeit, um das, was diese Rede in Dir auslösen zumindest stichwortartig aufzuschreiben. Denn diese auslösenden Momente sind Quellen (für vielleicht noch Unförmiges) und deshalb so wertvoll und vor allem unwiderbringlich. Und nun … Bühne frei!

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Schluchz!

… und es gibt sie doch!!! Die wahre, sich über alle Grenzen hinwegsetzende Liebe. Quod erat demonstrandum.

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Es gibt solche und solche

… z.B. Tage!

Ach nee … ähecht? … wie neu! – Stimmt, isses nicht.

Und es gibt welche, die kennt jeder, da läßt sich nix mehr umdrehen, so sehr man auch bemüht ist. Dennoch: mit jedem Fuß aus dem Bett raus entscheidet jede/r selbst, mit welchem Gefühl er/sie diesen Tag zumindest beginnen will. Das ist die erste Herausforderung. Speziell zu dieser Jahreszeit überlege ich mir persönlich so ungefähr jeden Tag, weshalb ich diese Mutprobe überhaupt annehmen sollte, wenn es mir doch unter meiner überdimensionalen Bettdecke mehr als großartig geht: es ist gemütlich warm in der horizontalen Position und ich kann mich meinen Träumen hingeben. Also, bitte?!

Da ich zu der auserwählten Bevölkerungsschicht gehöre, die den Wechsel von horizontal zu vertikal als Notwendigkeit betrachtet ob der monatlichen Mietzahlungen (nur um mal ein kleines Beispiel zu nennen), grummel ich und sage dann aber abrupt JA! Weil ich mir überlege und fast platze vor Neugier, was dieser Tag, meint diese Vielzahl von Stunden, mir zu bieten hat, welche Überraschungen ich erlebe, auf welche Menschen ich treffe, und was ich durch sie Neues erfahren werde.

Mit diesem Gedanken wird oft zuerst -also auf jeden Fall gern genommen nach weniger als fünf Stunden Schlaf- in die Küche gerannt, obwohl man  wirklich dringend und unbedingt aufs Klo wollte. Nun ist es nicht so, dass ich in einem Schloss wohnen würde, oder zumindest eine vergleichbare Quadratmeterzahl an Lebensqualität vorzuweisen hätte. (… warum eigentlich nicht?)

Mein alltäglicher, nächster Meilenstein ist die Kaffeemaschine. Meist erfolgreich. Auch im Ergebnis. Dicht und fast parallel gefolgt von der ToDo-Liste, dem Rechner und diesem treibenden egoistischen Gedanken: ich will -verdammte Hacke- heute Abend total zufrieden und knülle ins Bett fallen. Wie stelle ich das am besten an?!

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Festivalfeeling

Jedes Jahr freue ich mich unsagbar auf meine persönliche Festivalzeit. Sie ist beheimatet im üblichen Dezemberrausch. Aber! Sie durchzieht sich gefühlstechnisch absolut bis zu Silvester -dem jeweiligen Jahreswechsel- und erreicht dann am zweiten Tag ihren unübertroffenen Höhepunkt in der Feierlichkeit meiner jährlichen Reifung.

Diese letzte Station wurde nicht immer so geliebt. Denn angefangen hat es mit der glasklaren Erinnerung an meinen achten Geburtstag. Wunderbares Schneetreiben. -Jaja, als wir klein waren, gab es immer Schnee im Winter!- Ich wurde dick eingepackt. Ich bin auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle. Mit mir sind meine Mutter und meine Schwester … ich schätze, damit das ganze an Festlichkeit gewinnt.
Und wir alle. Wir sind auf dem Weg zu meiner ersten Zahnspange. … Neenee. Ich meine die Kombinierte, die sich nicht nur durch dieses wunderbare Schneetreiben auch noch Jahre später in Erinnerung ruft, sondern vor allem durch unwiderlegbare Klassenfotos. Das einzige Boxergesicht. Ich. Aber lächelnd. Gratulation.

Darüber kann man nur mit genügend zeitlichem Abstand erzählen. Nämlich dann, wenn man sich selbst dahin gearbeitet hat, dass es …pfhh… also auf jeden Fall einiges mehr bedarf, um einen scheiße aussehen zu lassen. Fotos selbstverständlich ultimativ ausgeschlossen.

nachdenken

(Foto von Sylvia Matzke)

Was ich eigentlich/auch sagen wollte: Diese Zeit ist die emotionalste am Stück. Ich könnt‘ wegen jedem bißchen losheulen. Ich könnt‘ alle umarmen. Und ich möcht‘ alles zugleich. All‘ das fühlt sich wunderbar warm an. Diese Zeit fühlt sich berechtigterweise so unendlich kostbar an. Herrlich!

Jeder zieht sich seins. Fühlt. Erlebt. Und verinnerlicht. Und genauso soll es sein. Und natürlich nicht nur jetzt, sondern so oft es geht.

Denn: Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben. (Wilhelm von Humboldt)

IMMER!

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the warmth

hach … schöne Erinnerungen an abenteuerliche Zeiten, rotweinige Nächte und das Ziel, die Welt ein bißchen besser machen zu wollen. … und uns glücklich!

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Kennst du das auch?

Es ist abends. Vielleicht kommst Du von deiner Arbeit nach Hause, wenn du nicht sowieso von zu hause arbeitest. Du fühlst dich zufrieden, weil’s irgendwie ‚n guter Tag war: einiges von den wichtigen und dringenden Dingen erledigt – super!, kreativ gewesen – fantastisch!, bei einigen Menschen ein Lächeln ausgelöst – wie schön!, einem fremden Menschen etwas von deiner Zeit und Aufmerksamkeit gegeben – fühlt sich gut an!, etwas von einem fremden Menschen erzählt bekommen – immer ein Zugewinn!, interessante Ansätze oder gar ne gute Idee haben sich in deinem Kopf breit gemacht und warten auf Weiterverarbeitung … Zusammengefaßt: du bist bester Dinge.

Dann sitze ich an einem zufälligen Tag an meinem Schreibtisch und fange an zu grübeln, zu zweifeln, zu hinterfragen und selbstverständlich im erfahrungsgemäßen Verlauf dieser Dinge alles in Frage zu stellen. Warum?
Vielleicht weil ich mir so viele verschiedene Leben für mich vorstellen kann, aber nur dieses eine habe. Weil es deshalb umso wichtiger erscheint, alles richtig machen zu wollen. Weil das dazu führt, dass man alle Wünsche, Träume und Vorstellungen von den verschiedenen Leben in eins packen will. Überraschenderweise wird dieser olympische Gedanke nicht jedes Mal mit einer Goldmedaille belohnt.

Versteh mich nicht falsch, ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich ein (nach-)denkender Mensch bin, der auch gern mal Grenzen überschreitet. Aber es gibt einfach echt Konstellationen -so wie diese- da steht man sich -verdammte Scheiße- echt selbst im Weg. Dann höre ich -natürlich zufällig- Liedtexte, die davon handeln, dass man auf keinen Fall vergessen sollte zu L-E-B-E-N. Ja, genau! Das unterschreib‘ ich. Das will ich auch!

Gehöre ich zu der Zielgruppe solcher Lieder? Ich: schon länger nicht mehr Anfang 20, kein finanzieller Background gegeben bzw. Erbschaft in Sicht. Klar, würde ich ziemlich viel, je nach Verzweiflungslage: fast alles für dieses L-E-B-E-N-Leben tun. Stelle ich mir vielleicht zu viele oder gar die falschen Fragen?

Also eins ist sicher, irgendwas läuft nicht so, wie ich es auf meinen Wunschzettel geschrieben habe. Entweder ich hab ne extrem emotional-romantische Woche, die falsche Auswahl des sich dargebotenen Lebens getroffen oder einfach nur Bedarf nach sozialem Leben mit meinen Freunden, bei dem man solche Sachen bequatscht, geraderückt, ausräumt, über sich selber lacht und am Ende einen wunderschönen Abend hatte, voller Motivation nach Hause latscht und am nächsten Morgen die Existenz des Rotweins im Körper verflucht.

Oder aber ist es nicht so, dass ich ein L-E-B-E-N-Leben führe? Meins! Mich nur leider immer noch nicht daran gewöhnt habe, dass es sich in den für mich so wichtigen Punkten von dem unterscheidet, welches von diesem abgelöst wurde. Vermutlich!

Fazit meiner heutigen Gute-Nacht-Gedanken: irgendwann mal Geduld als Stärke etablieren und für immer mit meinem Optimismus befreundet bleiben.

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Tanzen III.

Schmeiß die Möbel aus’m Zimmer und gib deinen Körper der Musik. Vollständig!

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Klang- & Bildkulturen II.

Hören. Sehen. Fühlen.

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