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Schluchz!

… und es gibt sie doch!!! Die wahre, sich über alle Grenzen hinwegsetzende Liebe. Quod erat demonstrandum.

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Kennst du das auch?

Es ist abends. Vielleicht kommst Du von deiner Arbeit nach Hause, wenn du nicht sowieso von zu hause arbeitest. Du fühlst dich zufrieden, weil’s irgendwie ‚n guter Tag war: einiges von den wichtigen und dringenden Dingen erledigt – super!, kreativ gewesen – fantastisch!, bei einigen Menschen ein Lächeln ausgelöst – wie schön!, einem fremden Menschen etwas von deiner Zeit und Aufmerksamkeit gegeben – fühlt sich gut an!, etwas von einem fremden Menschen erzählt bekommen – immer ein Zugewinn!, interessante Ansätze oder gar ne gute Idee haben sich in deinem Kopf breit gemacht und warten auf Weiterverarbeitung … Zusammengefaßt: du bist bester Dinge.

Dann sitze ich an einem zufälligen Tag an meinem Schreibtisch und fange an zu grübeln, zu zweifeln, zu hinterfragen und selbstverständlich im erfahrungsgemäßen Verlauf dieser Dinge alles in Frage zu stellen. Warum?
Vielleicht weil ich mir so viele verschiedene Leben für mich vorstellen kann, aber nur dieses eine habe. Weil es deshalb umso wichtiger erscheint, alles richtig machen zu wollen. Weil das dazu führt, dass man alle Wünsche, Träume und Vorstellungen von den verschiedenen Leben in eins packen will. Überraschenderweise wird dieser olympische Gedanke nicht jedes Mal mit einer Goldmedaille belohnt.

Versteh mich nicht falsch, ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich ein (nach-)denkender Mensch bin, der auch gern mal Grenzen überschreitet. Aber es gibt einfach echt Konstellationen -so wie diese- da steht man sich -verdammte Scheiße- echt selbst im Weg. Dann höre ich -natürlich zufällig- Liedtexte, die davon handeln, dass man auf keinen Fall vergessen sollte zu L-E-B-E-N. Ja, genau! Das unterschreib‘ ich. Das will ich auch!

Gehöre ich zu der Zielgruppe solcher Lieder? Ich: schon länger nicht mehr Anfang 20, kein finanzieller Background gegeben bzw. Erbschaft in Sicht. Klar, würde ich ziemlich viel, je nach Verzweiflungslage: fast alles für dieses L-E-B-E-N-Leben tun. Stelle ich mir vielleicht zu viele oder gar die falschen Fragen?

Also eins ist sicher, irgendwas läuft nicht so, wie ich es auf meinen Wunschzettel geschrieben habe. Entweder ich hab ne extrem emotional-romantische Woche, die falsche Auswahl des sich dargebotenen Lebens getroffen oder einfach nur Bedarf nach sozialem Leben mit meinen Freunden, bei dem man solche Sachen bequatscht, geraderückt, ausräumt, über sich selber lacht und am Ende einen wunderschönen Abend hatte, voller Motivation nach Hause latscht und am nächsten Morgen die Existenz des Rotweins im Körper verflucht.

Oder aber ist es nicht so, dass ich ein L-E-B-E-N-Leben führe? Meins! Mich nur leider immer noch nicht daran gewöhnt habe, dass es sich in den für mich so wichtigen Punkten von dem unterscheidet, welches von diesem abgelöst wurde. Vermutlich!

Fazit meiner heutigen Gute-Nacht-Gedanken: irgendwann mal Geduld als Stärke etablieren und für immer mit meinem Optimismus befreundet bleiben.

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Einfach mal ‚n Zeichen setzen

If it feels good, do it!
 
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Jeder hat (s)eine

Lieblingskneipe.

Die gut gelaunte Bedienung (und es ist egal, welche an den besagten Abenden arbeitet) begrüßt dich mit einem orakelhaften Lächeln, während sie die -selbstverständlich bestehende- Sympathie mit einer kurzen professionellen Berührung in Form ihrer Hand auf deiner Schulter unterstreicht. Binnen der nächsten Minuten steht unaufgefordert das Getränk, dem du bereits seit dem Aufstehen entgegenfieberst, vor deiner Nase. Egal, wie vollgestopft der in grauen Nebel eingehüllte Innenraum ist, dein Bier zapft sich glücklicherweise schneller als in der -von wem auch immer angegebenen- angeblich qualitätserhaltenenden bzw. -bringenden, erforderlichen Zeit von sieben Minuten. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Hand zum Glas. Angestoßen. Glas und Gesicht nähern sich. Deine dafür ausgebildete Nase ahnt den darauffolgenden Kontakt von prickelnder Flüssigkeit und Kehle. Und für dich ist klar, jetzt ist Freitagabend. Einfach wunderbar.

Während dieses ersten, nahezu orgastischen Gefühlszustandes hast du selbstverständlich schon ehrgeizig an der Sauerstoffbefreiung mitgewirkt. Du versicherst dich mit einem mehr oder weniger geübten Handgewurschtel in der u.a. geldbörse- und tabakutensiliengefüllten Ausrüstung, daß im Prinzip nix mehr schief gehen kann, weil beide Kriterien betreffend alles vorbereitet ist. Währenddessen sind schon ein bis zwei lebensrelevante Themen abgearbeitet. Abhängig von der Anzahl der Sitzrundenteilnehmer wird anfänglich über ein Thema geredet. Was heißt geredet? Vielmehr nacherlebt, mitgefühlt und mit wahlweise Lachen, Tränen bzw. eigenen Anekdoten begleitet. Im Laufe des Abends -und man hat zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, daß dieser eigentlich erst gerade begonnen hat- vermischt sich alles: Gesprächskonstellationen, die Musik mit den Nachbargesprächen, der Inhalt des Aschenbechers mit Getränkekleksen (selbstverständlich wird bei jeder Neubestellung angestoßen) und nicht selten am nächsten Tag die exakten Erinnerungen.

Und weil dieser Abend so voll schöner Momente war, wird er wieder stattfinden. Wahrscheinlich noch vor den gemeinschaftlich geplanten und einstimmig beschlossenen Verabredungen zu diesjährigen Festivalbesuchen, Firmengründungen und generell gesellschaftsverändernden Aktionen. Und selbstverständlich in dieser Kneipe, die genau deswegen zur Lieblingskneipe geworden ist.

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