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Festivalfeeling

Jedes Jahr freue ich mich unsagbar auf meine persönliche Festivalzeit. Sie ist beheimatet im üblichen Dezemberrausch. Aber! Sie durchzieht sich gefühlstechnisch absolut bis zu Silvester -dem jeweiligen Jahreswechsel- und erreicht dann am zweiten Tag ihren unübertroffenen Höhepunkt in der Feierlichkeit meiner jährlichen Reifung.

Diese letzte Station wurde nicht immer so geliebt. Denn angefangen hat es mit der glasklaren Erinnerung an meinen achten Geburtstag. Wunderbares Schneetreiben. -Jaja, als wir klein waren, gab es immer Schnee im Winter!- Ich wurde dick eingepackt. Ich bin auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle. Mit mir sind meine Mutter und meine Schwester … ich schätze, damit das ganze an Festlichkeit gewinnt.
Und wir alle. Wir sind auf dem Weg zu meiner ersten Zahnspange. … Neenee. Ich meine die Kombinierte, die sich nicht nur durch dieses wunderbare Schneetreiben auch noch Jahre später in Erinnerung ruft, sondern vor allem durch unwiderlegbare Klassenfotos. Das einzige Boxergesicht. Ich. Aber lächelnd. Gratulation.

Darüber kann man nur mit genügend zeitlichem Abstand erzählen. Nämlich dann, wenn man sich selbst dahin gearbeitet hat, dass es …pfhh… also auf jeden Fall einiges mehr bedarf, um einen scheiße aussehen zu lassen. Fotos selbstverständlich ultimativ ausgeschlossen.

nachdenken

(Foto von Sylvia Matzke)

Was ich eigentlich/auch sagen wollte: Diese Zeit ist die emotionalste am Stück. Ich könnt‘ wegen jedem bißchen losheulen. Ich könnt‘ alle umarmen. Und ich möcht‘ alles zugleich. All‘ das fühlt sich wunderbar warm an. Diese Zeit fühlt sich berechtigterweise so unendlich kostbar an. Herrlich!

Jeder zieht sich seins. Fühlt. Erlebt. Und verinnerlicht. Und genauso soll es sein. Und natürlich nicht nur jetzt, sondern so oft es geht.

Denn: Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben. (Wilhelm von Humboldt)

IMMER!

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Kennst du das auch?

Es ist abends. Vielleicht kommst Du von deiner Arbeit nach Hause, wenn du nicht sowieso von zu hause arbeitest. Du fühlst dich zufrieden, weil’s irgendwie ‚n guter Tag war: einiges von den wichtigen und dringenden Dingen erledigt – super!, kreativ gewesen – fantastisch!, bei einigen Menschen ein Lächeln ausgelöst – wie schön!, einem fremden Menschen etwas von deiner Zeit und Aufmerksamkeit gegeben – fühlt sich gut an!, etwas von einem fremden Menschen erzählt bekommen – immer ein Zugewinn!, interessante Ansätze oder gar ne gute Idee haben sich in deinem Kopf breit gemacht und warten auf Weiterverarbeitung … Zusammengefaßt: du bist bester Dinge.

Dann sitze ich an einem zufälligen Tag an meinem Schreibtisch und fange an zu grübeln, zu zweifeln, zu hinterfragen und selbstverständlich im erfahrungsgemäßen Verlauf dieser Dinge alles in Frage zu stellen. Warum?
Vielleicht weil ich mir so viele verschiedene Leben für mich vorstellen kann, aber nur dieses eine habe. Weil es deshalb umso wichtiger erscheint, alles richtig machen zu wollen. Weil das dazu führt, dass man alle Wünsche, Träume und Vorstellungen von den verschiedenen Leben in eins packen will. Überraschenderweise wird dieser olympische Gedanke nicht jedes Mal mit einer Goldmedaille belohnt.

Versteh mich nicht falsch, ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich ein (nach-)denkender Mensch bin, der auch gern mal Grenzen überschreitet. Aber es gibt einfach echt Konstellationen -so wie diese- da steht man sich -verdammte Scheiße- echt selbst im Weg. Dann höre ich -natürlich zufällig- Liedtexte, die davon handeln, dass man auf keinen Fall vergessen sollte zu L-E-B-E-N. Ja, genau! Das unterschreib‘ ich. Das will ich auch!

Gehöre ich zu der Zielgruppe solcher Lieder? Ich: schon länger nicht mehr Anfang 20, kein finanzieller Background gegeben bzw. Erbschaft in Sicht. Klar, würde ich ziemlich viel, je nach Verzweiflungslage: fast alles für dieses L-E-B-E-N-Leben tun. Stelle ich mir vielleicht zu viele oder gar die falschen Fragen?

Also eins ist sicher, irgendwas läuft nicht so, wie ich es auf meinen Wunschzettel geschrieben habe. Entweder ich hab ne extrem emotional-romantische Woche, die falsche Auswahl des sich dargebotenen Lebens getroffen oder einfach nur Bedarf nach sozialem Leben mit meinen Freunden, bei dem man solche Sachen bequatscht, geraderückt, ausräumt, über sich selber lacht und am Ende einen wunderschönen Abend hatte, voller Motivation nach Hause latscht und am nächsten Morgen die Existenz des Rotweins im Körper verflucht.

Oder aber ist es nicht so, dass ich ein L-E-B-E-N-Leben führe? Meins! Mich nur leider immer noch nicht daran gewöhnt habe, dass es sich in den für mich so wichtigen Punkten von dem unterscheidet, welches von diesem abgelöst wurde. Vermutlich!

Fazit meiner heutigen Gute-Nacht-Gedanken: irgendwann mal Geduld als Stärke etablieren und für immer mit meinem Optimismus befreundet bleiben.

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Gut, daß ich mich vorher nicht geschminkt habe

Meine Bauchmuskeln sind nun trainiert. Ich fühle mich gleichermaßen verstanden, entspannt und erschöpft. Ein Zustand, der mit einem postklimatischen verglichen werden kann. … sprich: Tagesziel erreicht.

Empfohlen wird unbedingt das komplette Programm. Hier der Anfang:

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Wohin geht’s?

Natürlich weiß das ad hoc fast jeder zu beantworten. – Aber ist das wirklich so?

Der Alltag stellt seine regelmäßigen Herausforderungen. ToDo-Listen sind niemals abgearbeitet. Dazwischen wird man mit den kleinen und großen Problemen des Lebens konfrontiert. Und innerhalb dieses Konglomerates scheint es mitunter schwierig und vereinzelt sogar unmöglich, die Frage nach dem Gesamtkonzept, dem eigenen, anzustrebenden Ziel, reflektiert beantworten zu können.

Manchmal sind es auch Anstöße von außen, durch welche man realisiert, wie weit man inzwischen von seinem ursprünglichen Ziel und vielleicht auch schon von sich selbst entfernt ist. Hat man sich tatsächlich dahingehend verändert oder einfach nur aufgehört, an sich zu glauben?

Es ist niemals zu spät, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Steck‘ dir ein konkretes Ziel und lauf los. Laß dich inspirieren. Hör niemals auf zu lernen. Und verliere niemals den Glauben an dich selbst. Denn die Mauern sind nur da, um zu testen, wie unbedingt du eine Sache wirklich willst.

Den eindrucksvollsten headfake liefert Randy Pausch. Diese Rede ist mehr als empfehlenswert, ein Muß. Nimm dir die Zeit dafür und betrachte sie als Investition in Deine Zukunft. Denn Zukunft beginnt JETZT!

[Aufgrund meines Anspruches an Vollständigkeit ist das die längere Version, inklusive der begleitenden Reden von einigen Freunden und Kollegen Randy Pauschs (Steve Seabolt, Jim Foley, Jimmy Cohen and Andries "Andy" van Dam).]

 

 

Und … wann hast du in letzter Zeit einen deiner Träume gelebt?

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